Frauenturngruppe Melanie Kuhmann - DFV

Regensburg ? UNESCO-Welterbe und lebendige bayerische Geschichte

Die Turngruppe Melanie Kuhmann machte sich Ende Oktober auf den Weg, das schöne Städtchen Regensburg mit seinen zahlreichen verwinkelten Gassen, der Kultur und bayerischen Schmankerln zu erkunden.

?Aber bitte mit Sahne? hieß eine spezielle Führung durch viele Kaffeehäuser, die in der Geschichte Regensburgs eine lange Tradition besitzen. Mit ?Frauengeschichten? erlebte die Gruppe noch eine weitere Führung am Anreisetag. Die Frauen damals blieben gewiss nicht im stillen Kämmerlein sitzen. Interessant, wie diese früher schon durch Klugheit, Geschäftssinn und Beharrlichkeit für den Wohlstand ihrer Familien und der Stadt Regensburg beitrugen. Abgerundet wurde dieser erste Ausflugstag mit einem deftigen Abendessen im zünftigen Weißbräu Haus.

Der Wettergott begrüßte die Damen am Samstag recht freundlich. Gefühlte Minusgrade und ein herrlicher Sonnenschein machten so richtig Lust auf die geplante Wanderung auf dem Albertus-Magnus-Weg. Botanisieren war angesagt. Das Ziel war ein westlich von Regensburg gelegenes altes Dominikanerkloster auf dem erhöht gelegenen Adlersberg. Im Jahre 1838 erwarb der Braumeister Michael Prößl das Gut. Seitdem werden die Gäste schon fünf Generationen lang mit selbstgebrautem Bier und bayerischer Hausmannskost verwöhnt.
Nach einer kurzen Shoppingtour wartete bereits der nächste Programmpunkt, die Operette ?Die lustige Witwe? von Franz Lehar auf dem Plan. Das ewige Spiel um Geld ? Liebe ? Eifersucht und Betrug hatte natürlich ein Happy End. Graf Danilo bekam seine Witwe und musste nicht mehr ins ?Maxim?, um seinen Kummer zu ertränken.

Am Sonntag war Kofferpacken angesagt. Doch ohne eine Schlossführung in St. Emmeran konnte die Heimreise nicht angetreten werden. Die Damen erfuhren in zwei kurzweiligen Stunden viele interessante Geschichten um das Fürstenhaus Thurn und Taxis, dessen Familie eigentlich aus Norditalien stammt. Der Name des Adelsgeschlechts ist eng mit der Postgeschichte in Europa verbunden. Seit 1595 befand sich das Amt des Reichsgeneralpostmeisters in den Händen der Taxis. Über 350 Jahre lang bestimmten die Thurn und Taxis das Postwesen Mittel- und Westeuropas.

Unser Hansi Hinterseer-Verschnitt brachte uns wohlbehalten in die Heimat zurück. Bleibt nur eines zu sagen:  S c h e e   w o a r? s.